Dirk ist mit meinem Eintrag “Europeans can’t blog?” garnicht einverstanden. Sein Argument ist, dass gerade mein Beispiel doch zeigt, wie gut die Blogosphäre funktioniert. Es freut mich natürlich sehr, dass er dies so wahr nimmt. Allerdings ist ein Grund, dass ich eine Lücke gefüllt haben, die es in den USA so nicht gegeben hätte.
Denn weder gab es – vom Herdentrieb abgesehen – wirkliche Blogs von Journalisten (Wirtschaftswunder ist kein Blog, auch der Handelsblog war nicht genug Blog, und das Fazit kam erst später und könnte nach meinem Geschmack bloggier sein), noch waren Ökonomenportale wie Ökonomenstimme, oder Wirtschaftliche Freiheit richtige Blogs. Es fehlte die Interaktion und Vernetzung, es fehlte die Diskussion, es fehlten die Kommentare. Es waren zu sehr die Old School Methoden, einfach ins Netz gebracht. Nun bin ich kein Internet-Blog-Profi, aber Florian Semle ist einer, und seine Analyse war auch durchaus kritisch.
Das soll alles nicht heißen, dass ich frustriert wäre oder die Blogosphäre in Deutschland für schlecht halte. Ich freue mich über Zuwächse wie das Fazit oder den Wirtschaftsphilosophen, oder ganz neu: den INSM-Blog, und wir sind auf einem guten Weg, finde ich. Aber sie ist mit der in den USA – zumindest was die eher auf VWL ausgerichteten Blogs angeht – schlicht nicht vergleichbar. Und wenn man das Ganze jetzt noch auf Europa überträgt…?
Sorry, Dirk, aber wir haben noch einiges an Arbeit vor uns.



Neueste Kommentare