Sind die Deutschen die dümmsten Bankenretter?!

War die Erste Hilfe in Deutschland wirklich so teuer?

Oft wird spekuliert, wie eng eigentlich Banken und Politik verzahnt sind, und wie man mit Horrorstories über Lehman und „Kernschmelzen des Finanzsystems“ (Atomkraft und 1930er-Finanzpanik in einem Ausdruck, herrlich!) die Politik dazu bringt, Banken zu retten.

Jetzt schreibt die SZ: Deutschland ist das Land in Europa, das am meisten für seine Bankenrettungen bezahlt hat, knapp 40 Mrd. €. Was ist mit den Kosten gemeint? Damit ist nicht gemeint, wie hoch die Garantien waren oder mit wieviel Kapital man Banken gestützt hat. Gemeint ist, ob man damit Gewinn gemacht hat (wie z.B. die USA in Teilen), oder Verluste.

Die Zahlen der SZ sind etwas merkwürdig: für alle Länder außer Deutschland stimmen sie mit den Zahlen von 2010 überein, nur für Deutschland hat die SZ scheinbar die neuesten Zahlen, die ich leider im Netz nicht finden kann. Es wäre nicht ganz sauber, das zusammen zu schmeißen, aber gut, nehmen wir es mal so hin.

Bei Eurostat kann man alle Zahlen für 2010 nachschauen (siehe 1. Graphik). Hier macht Deutschland einen Verlust, der auf einer Höhe mit dem Großbritanniens bei ca. 16.5 Mrd. € liegt.

Bankenrettung -- Stand 2010

Nach SZ-Informationen kommt neben 1.1 Mrd. € höherer Verluste für 2011 noch ein Extraverlust hinzu: sage und schreibe 22.3 Mrd. € an Verlust wurden realisiert, als ein Teil des „Vermögens“ (ha) der HRE auf die Abwicklungsbank übertragen wurde. Das Resultat: wir sind Letzter (relativ zum BIP natürlich nicht…).

Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens waren Deutschlands Banken am heftigsten betroffen von den Schrottpapieren aus den USA. Das stimmt in Teilen und lässt tief blicken: denn in Finanzkreisen der USA hieß es bei manchen dieser Papiere auf die Anmerkung, dass doch niemand einen solchen Schrott kaufen würde: doch, einen dämlichen Deutschen aus Düsseldorf findet man immer (IKB und WestLB sitzen in Düsseldorf). Die SZ meint, diese hohen Verluste seien der wichtigste Grund für die hohen Kosten in Deutschland. Aber das ist in meinen Augen bankenfreundlicher Unsinn.

Denn zweitens kommt es darauf an, wie man die Banken „rettet“. Dass es zu diesem Begriff viele Missverständnisse gibt, macht die Sache nicht leichter und führt vermutlich auch die SZ zu ihrer Beurteilung.

Zum Beispiel kann man den Pleitebanken einfach Schrott zu überhöhten Preisen abkaufen, was ungefähr dem ursprünglichen TARP Plan in den USA entsprach. Geld ohne Gegeleistung, sozusagen. Haftung? Fehlanzeige. Die Entrüstung der Ökonomen in den USA hat aber zum Glück dazu geführt, dass man die Banken statt dessen rekapitalisiert hat. Damit straft man die Aktionäre, die entweder komplett leer ausgehen oder zumindest verwässert werden, gleichzeitig ist der Staat aber an zukünftigen Gewinnen beteiligt.

Noch besser wäre es, man würde auch die Anleihenbesitzer mit beteiligen, falls eine Rekapitalisierung zu teuer wird, wie offenbar in Deutschland. Das hätte Irland gerne gemacht, wurde ihnen aber von Europa untersagt. Die Folge: über 35 Mrd. € Kosten der Bankenrettung in Irland, bei einem BIP von nur 160 Mrd. €. Wenn es ein Land in Europa gibt, dass sich wirklich über den Rest Europas (insbesondere Deutschland) ärgern darf, dann ist es Irland. Und das wird die zukünftige Geschichtsschreibung auch deutlich machen. Denn die Iren wurden im Prinzip dazu verdonnert, deutsche Banken zu retten, indem sie ihnen Schrottpapiere zu überhöhten Preisen „abkauften“ – ein in jeglicher Hinsicht skandalöser Vorgang.

Am allerbesten, und das war schon immer mein Favorit, ist eine Form der Buiter/Hall/Zingales Lösung. Buiter, seines Zeichens immerhin Chefvolkswirt der Citibank, schlug schon Anfang 2009 vor, Pleitebanken schlicht aufzuspalten und so einen sicheren Bankteil, und einen Abwicklungsfonds mit Schrottpapieren zu schaffen, und die Aktionäre und Teile der Anleihenbesitzer auf ihrem Schrott sitzen zu lassen.

Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass er 1. fire sales unnötig macht (zumindest für die assets, die in der sicheren Bank verbleiben),  2. Vertrauen schafft (wieder: in den sicheren Teil) und es dadurch keine bank runs gibt, 3. der sichere Bankenteil kein Geld horten muss und damit als Kreditgeber zur Verfügung steht, sowie 4. er im ökonomischen Sinne nicht in die Eigentumsrechte der Bank eingreift: die Bank behält, was ihr auch vorher gehörte. Ansteckung kann man natürlich nicht vermeiden, wenn andere Banken durch ihre Verluste in Schieflage geraten, aber dann macht man es dort eben auch.

Wenn man dies gesetzlich entsprechend vorbereitet, z.B. indem man, wie Mervyn King (Chef der Bank of England) vorschlug, die Banken dazu verdonnert, ein Testament zu machen und so oft wie nötig zu aktualisieren, sollte es auch organisatorisch möglich sein. Kosten für den Steuerzahler: Null Euro.

Fazit: auch die in Teilen merkwürdigen Daten der SZ sollen nicht darüber hinweg täuschen, dass die Bankenrettung in Deutschland sehr teuer war, auch und gerade weil man bei der Art der Bankenrettung die Gläubiger der Banken auf Kosten der Steuerzahler schonte.

Darüber hinaus aber sollte klar sein, dass man polit-ökonomisch die Krise unbedingt nutzen muss, um den rechtlichen Rahmen dahin gehend zu ändern, dass Verluste in dieser Höhe nicht mehr vorkommen können. Ist die Krise erst vorbei, wird dies immer schwieriger. Auf die Hilfe von Teilen der deutschen Presse kann man hier nicht bauen, denn die scheint den Banken vollends auf den Leim gegangen zu sein.

PS: Wer einen etwas plakativen Film über die HRE sehen will („Gier und Groessenwahn – Wie die Politik bei der Banken-Rettung über den Tisch gezogen wurde“), einfach mal bei Google Video suchen, vielleicht findet Ihr was.

Kommentare

  1. Rayson schreibt:

    Nennt mich einen Ignoranten, aber von der Buiter/Hall/Zingales-Lösung hatte ich bislang noch nichts gehört (ich tendiere natürlich dazu, das der deutschen Presselandschaft in die Schuhe zu schieben ;-)). Vielen Dank für den Hinweis!

    Wenn ich das so lese, stellt sich mir die Frage, warum man das nicht so gemacht hat. Die Abspaltung von „bad banks“ hatten wir ja eh schon. Aber wenn ich mich andererseits an das Theater um die Enteignung der HRE-Aktionäre erinnere, wo die Inhaber eines de facto bankrotten Instituts noch die Chuzpe hatten, wegen einer „Entschädigung“ für wertlose Aktien vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen, und diese nicht etwa durch dröhnendes Gelächter von der Bühne gejagt wurden, sondern auch noch Unterstützer in der Politik fanden… Gut, denen könnte man dann nach Buiter/Hall/Zingales die Bad Bank als Entschädigung anbieten, gerne zu 100%. :-)

    Gibt es vielleicht – wie üblich – rechtliche Hindernisse, die man als zuerst ökonomisch denkender Mensch gerne zu übersehen tendiert?

    • kantoos schreibt:

      @ Rayson

      Mit Sicherheit gibt es rechtliche Hindernisse, und Deutschland hat mit seinen Gesetzen schon etwas in die Richtung unternommen. Allerdings würde ich lieber eine europaweite, und vor allem unabhängige Institution damit beauftragen, nach harten Regeln und entsprechend dem Testament der Banken diese Lösung bei Unterschreitung einer bestimmten Eigenkapitalgrenze automatisch und radikal durchzuziehen.

    • Rayson schreibt:

      Klar, wünschenswert wäre die europaweite Lösung (vielleicht ließe sich da auch manches Schuldverhältnis einfach saldieren, oder ist das zu betriebswirtschaftlich-naiv gedacht?), aber das ist wohl leider auch die unwahrscheinlichste, diesmal aus politischen Gründen.

      Wie wirksam eine europäische Zentralinstanz wäre, lässt sich schon daran ermessen, wie mühsam die europäischen Einigungen geworden sind…

  2. Friedrich Bolle schreibt:

    @kantoos

    Ob die Iren recht habe auf die Deutschen wütend zu sein, das ist würde ich doch stark in Frage stellen.
    Das Wachstum des keltischen Tigers basierte doch wohl hauptsächlich auf dem Boom im Finanzbereich und im Immobiliensektor. Und wenn ich dann noch sehe wie Irland von den Konzernen genutzt wird um via Dublin auf die Bermudas grandiose Steuersparnisse zu erreichen.
    Wie war das noch mit google: Umsatzmarge nur 0,6%!!

    http://tinyurl.com/6y2qr2n

    Meine Geschichtsschreibung sind ein bißchen anders aus und schließt nicht die letzten drei Jahre ein.

    • kantoos schreibt:

      @ FB

      Die Steuerkonkurrenz in Europa ist mir auch ein Dorn im Auge. Aber davon unabhängig mussten die Iren deutsche Banken raushauen. Auch nicht fair.

    • Rayson schreibt:

      Die Steuerkonkurrenz in Europa ist mir auch ein Dorn im Auge.

      Warum? So unterschiedlich Volkswirtschaften in Europa sind, so unterschiedlich sollten doch auch Steuersätze ausfallen können.

    • kantoos schreibt:

      @ Rayson

      Es geht mir eher darum, dass Du als Staat irgendwo her Geld brauchst. Wenn es Dir persönlich egal ist, woher, versuchst Du die Faktoren zu besteuern, die am wenigsten mobil sind. Das ist einfach eine Frage der Effizienz. Die Steuerkonkurrenz in Europa ist ein Ausdruck dieses Problems: Unternehmenssitze sind sehr mobil, und daher ist das eine Art race-to.the-bottom. Es wäre vermutlich effizienter, man würde einen einheitlichen Satz festlegen, und damit das Steuerpotential der Unternehmen ausschöpfen. Mit Konkurrenz kann man das nämlich nicht.

      „Egal“, wirst Du vielleicht sagen. Aber dem Ökonomen ist das nicht egal. Denn wenn der Staat dadurch anderes besteuern muss – Arbeit z.B. – hat das vielleicht noch negativere Auswirkungen.

      Sorry, ist das überhaupt verständlich, was ich hier zusammenschreibe?

    • Rayson schreibt:

      Oh, klinge ich so dämlich? ;-)

      Das Problem ist mir schon klar, es lässt nur nicht das andere verschwinden, das ich sehe: Warum sollte man einen einheitlichen Unternehmenssteuersatz anwenden ohne Rücksicht darauf, in welchem Entwicklungs- (nicht Konjunktur-!) Zustand sich die jeweilige Volkswirtschaft gerade befindet?

      Wäre es z.B. nicht sinnvoll gewesen, Unternehmen, die ihre Betriebsstätte in der ehemaligen DDR errichteten, mit günstigeren Steuersätzen zu bedenken?

      Anders gefragt: Ist Steuerpolitik kein legitimes Mittel der Fiskal- oder Strukturpolitik mehr?

      Die eher philosophischen Argumente von wegen Subsidiarität, Entdeckungsverfahren und Ähnlichem schenke ich mir mal, die sind eh in sich immer unangreifbar.

    • kantoos schreibt:

      @ Rayson

      Nein, um Gottes willen, ich dachte nur, ich hätte mich etwas confus ausgedrückt. Für jeden, nicht nur für Dich.

      Ja, natürlich kann man über Steuern auch lenken wollen. Aber es ist nicht so, dass Strukturpolitik ohne Unternehmenssteuersätze nicht mehr möglich wäre. Investitionszulagen u.ä. gibt es ja auch noch.

    • Rayson schreibt:

      @kantoos

      Also ich glaube es verstanden zu haben ;-) Dann war es vielleicht nicht so konfus wie befürchtet.

      Investitionszulagen vs. Steuersätze: Als Unternehmer würde ich das eine diskretionärer als das andere empfinden, insbesondere bei Standortentscheidungen. Wenn ich schon im jeweiligen Gebiet ansässig wäre – ok: Dann würde ich den Anreiz vielleicht nutzen. Aber wenn es darum geht, wo ich mich niederlasse, vertraue ich niedrigeren Sätzen mehr als speziellen Ausnahmen. Irrational? Ich glaube nicht.

      Aber letztlich ist das doch auch bis zu einem gewissen Punkt sekundär, denn die Mischung aus Steuersatz und Steuervergünstigung ist ja variabel. Entscheidend ist, wer die Fiskalhoheit über ein bestimmtes Gebiet besitzt, eine darüber gelagerte Behörde oder eine der dem Gebiet entsprechende. Und da glaube ich nicht, dass die ökonomische Antwort so eindeutig ausfällt wie von dir erstmal in den Raum geworfen. Fiskalische Äquivalenz ist IMHO z.B. auch ein wichtiges und effizienzrelevantes Kriterium.

    • jopa schreibt:

      @ kantoos:

      „Es geht mir eher darum, dass Du als Staat irgendwo her Geld brauchst. … Denn wenn der Staat dadurch anderes besteuern muss – Arbeit z.B. – hat das vielleicht noch negativere Auswirkungen.“

      Wie war das mit der behaupteten nahezu-Null-Elastizität des Primärarbeitseinkommensbeziehers (Du erinnerst Dich)? Warum gewährt der Fiskus dann überhaupt eine Progression, und besteuert nicht sofort mit 90%? Da ginge doch ein erhebliches Steuerpotential verloren?

      Und warum ist die Ausschöpfung des Steuerpotentials der Unternehmen dagegen so viel effizienter (selbst bei einer europaweiten Vereinheitlichung der Besteuerung wären wohl Ausweicheffekte ins außereuropäische Ausland zu erwarten)?

      Irgendwie habe ich das Gefühl, daß manche Deiner Positionen eher aus politischen Wünschen entspringen, denn aus ökonomischen Erwägungen? Das ist an sich vollkommen iO, aber es wäre nett, wenn Du dann auch dazu stehen würdest?

    • kantoos schreibt:

      @ jopa

      Die Elastizität von Primäreinkommensbeziehern ist gering, aber natürlich nur auf den Levels, auf denen man es gemessen hat. Was bei 90% ist, weiß ich nicht. Zudem habe ich das in Relation zu Zweitverdienern gesagt. Es mag Besteuerungen geben, wo es noch weniger Elastizität gibt.

      Und wo schreibe ich, dass die Auslastung des Steuerpotentials der Unternehmen „so viel effizienter“ ist? Es ist eine Hypothese, und ich denke, eine Koordination von Steuern in Europa auf einem moderaten Level von 25% oder so wird wohl wenig Ausweicheffekte haben. Aber wenn Du da empirisch anderer Ansicht bist, können wir darüber reden.

      Mein Gefühl ist, dass meine Positionen Dir politisch nicht passen und Du daher (teilweise merkwürdige) Löcher reinstechen willst, so nach dem Motto: bei uns Betriebswirten interessiert das Splitting keine Sau. Bleib einfach dabei, ökonomisch zu argumentieren, das tue ich auch.

    • Jopa schreibt:

      @ kantoos:

      Ich hatte Deinen Post so verstanden, daß es grundsätzlich effizient sei, Nominalsteuerlast (von Wälzungseffekten reden wir ja noch gar nicht) von den Arbeitnehmern (bin ja selber einer) auf die Unternehmen zu verlagern, ansonsten bestünde kein Bedarf an einer einheitlichen Unternehmensbesteuerung in Europa. Wenn es sich dabei nur um eine Hypothese handelte, wäre mir dies entgangen.

      Der Hinweis auf die Perspektive des in einem Unternehmen arbeitenden BWLers war nur ein Hinweise darauf, daß dies nicht gerade mein Spezialgebiet ist, weil ich beruflich mit dieser Komponente des Steuerwesens relativ wenig zu tun habe, und dies gilt nach meinem Eindruck außerhalb von Steuerberatern für die meisten BWLer. Insofern war dies nicht als Argument gemeint, sondern als Illustration des Umfangs meiner Berührungspunkte mit diesem Gebiet.

      Das unterschiedliche Menschen unterschiedliche politische Positionen haben, ist unvermeidlich und normalerweise auch kein Problem. Ich hatte angesichts Deines obigen Posts nur das Gefühl, daß die von Dir behaupteten Verhaltensweisen von Individuen in Bezug auf die Besteuerungslage je nach Thema bei ökonomisch identischen Voraussetzungen doch recht stark variieren.

      Wenn Dein Post nur eine Hypothese war, dann erledigt sich mein obiger Beitrag natürlich. Ich denke aber, daß eine jede Debatte über die Effizienz von Besteuerung auf einem sauber modellierten widerspruchsfreien Konzept von Verhaltensannahmen bzgl. der Steuersubjekte basieren sollte – und das ist doch ein ökonomisches Argument, oder?

    • kantoos schreibt:

      „Ich denke aber, daß eine jede Debatte über die Effizienz von Besteuerung auf einem sauber modellierten widerspruchsfreien Konzept von Verhaltensannahmen bzgl. der Steuersubjekte basieren sollte – und das ist doch ein ökonomisches Argument, oder?“

      Aber hallo ist das eins… :) Ich wollte auch nicht widersprüchlich rüber kommen, ich meinte nur, dass man ein Effizienzargument machen kann gegen Steuerkonkurrenz, und ich das für plausibel halte. Meine Annahmen kann man natürlich diskutieren. Muss da auch selbst nochmal drüber nachdenken.

      Also Erstverdiener relativ zu Zweitverdiener ist die Elastizität gering. Allerdings nicht absolut, ich denke, da gibt es durchaus Elastizitäten, wenn auch nicht so sehr bezüglich der beobachtbaren Arbeitszeit, so doch bei der Art des Einkommens, des efforts etc. Das ist das Feldstein Argument. Bei Unternehmen ist die Elastizität vermutlich nicht hoch bei Steuersätzen nahe Null, oder? Steigt natürlich, je höher man geht. Aber bei Steuerkonkurrenz wird sie höher, weil man dann Unternehmen ans Ausland verliert. Durch die Unterbindung dieser Konkurrenz schafft man es vielleicht, am margin Steuern von Arbeit weg zu nehmen, wo sie verzerrend ist. Macht das Sinn?

      Freut mich aber, einen Steuerexperten unter meinen Lesern zu haben, der mich herausfordert.

    • jopa schreibt:

      @ kantoos:

      @ kantoos:

      Als „Steuerexperten“ würde ich mich wirklich nicht bezeichnen, aber danke für die Blumen (oder war das Ironie?)

      Anyway, und auch in Bezug auf Deine Anmerkungen zur Elastizität von Erst- bzw. Zweitverdienern:

      Ich habe mir einmal Gedanken gemacht, wie ich das Arbeitsangebotsverhalten eines Arbeitnehmers (einfachster Fall) vor dem Hintergrund einer sich kurzfristig verändernden Besteuerung bei legalem Verhalten des Arbeitnehmers modellieren würde. Folgende Variablen seien definiert:

      AA = Arbeitsangebot des Individuums

      AE = Arbeitseinkommen = Nettoeinkommen des Arbeitnehmers nach Abzug aller arbeitsbezogenen pagatorischen Kosten; zugleich steuerpflichtiges Einkommen

      AL = Arbeitsleid = Pekuniär bewertete nicht-pagatorische Kosten der Arbeitsaufnahme, wie Anstrengung, gesundheitliche Folgen, aber auch Opportunitätskosten (weit zu definieren)

      ES = Effektiver auf das AE entfallender Steuersatz inkl. aller Freibeträge, Vergünstigungen, etc.. Dieser Steuersatz sei stets größer als 0 (keine negative Einkommensteuer), aber nach oben offen.

      LH = Lebenshaltungskosten = Allgemeine Kosten der aus Sicht des Individuums minimalen Lebenshaltung (quasi persönliches Existenzminimum)

      SE = Sonstiges Einkommen = Summe der nicht arbeitsabhängigen Einkünfte des Individuums nach Abzug etwaiger Steuern; dies umfaßt auch Sozialleistungen / Transfereinkünfte

      DB = Deckungsbedarf = LH – SE

      Folgende Annahmen liegen aus meiner Sicht nahe:

      1) AE*(1-ES) = AL führt zu AA = 1
      Begründung: Ich unterstelle hier, daß der Arbeitnehmer ein Vollzeitarbeitsverhältnis innehat, daß sich auch bei Vorliegen einer positiven Differenz zwischen dem Nutzen aus dem Einkommen nach Steuern und dem AL in der Praxis nicht einfach ausweiten läßt (in DE Höchstarbeitszeit gemäß ArbZG) .

      3) AE*(1-ES) < AL führt zu AA = AE*(1-ES)/AL
      Begründung: Wenn das Arbeitseinkommen nach Steuern den pekuniären Wert des AL unterschreitet, wird das AA solange reduziert, bis beide Werte zumindest wieder übereinstimmen (in DE teilweiser Rechtsanspruch nach TzBfrG, im Gegensatz zur Verlängerung – siehe oben)

      4) 0 < AE*(1-ES) = 0
      Begründung: Der Einfachheit halber sei hier der nicht-monetäre Nutzen eines Arbeitsverhältnisses ausgeklammert.

      Daraus folgt dann schematisch insgesamt mit steigendem ES:

      Bei DB > 0
      AA = 1 für AE*(1-ES) > AL
      AE*(1-ES)/AL für AL > AE*(1-ES) > DB
      DB/(AE*(1-ES)) für DB > AE*(1-ES) > 0
      0 für 0 > AE*(1-ES)

      Bei DB AL
      AE*(1-ES)/AL für AL > AE*(1-ES)
      0 für AE*(1-ES) 0 konzentrieren, dann beobachten wir folgenden Kurvenverlauf:

      - Parallel zur Abszisse mit dem Wert 1 bis AE*(1-ES) = AL,
      - dann fallend (AE*(1-ES)/AL muß für AE*(1-ES) AE*(1-ES) positive Werte ergeben), bis ES = 1
      - ab dort 0.

      Wie unterscheiden sich nun die Situationen eines Alleinstehenden und eines Verheirateten?
      Ein Arbeitnehmer in einer Ehe mit einem nichtverdienenden Ehegatten wird zwar einen tendenziell niedrigeren ES aufweisen, dafür aber auch einen relativ hohen DB (weil zwei Personen ernährt werden müssen). Liegt nun DB näher an AL, so wird auch der fallende Kurvenabschnitt zwischen AL und DB kürzer werden; insgesamt wird der Anteil stagnierender bzw. sogar steigender Kurvenabschnitte an der Gesamtkurve größer. Inhaltlich ausgedrückt, wird das AA des Arbeitnehmers mit steigendem DB tendenziell unelastischer, und da ein Ehegatte mit nichtverdienendem Partner einen höheren DB aufweisen wird als ein Alleinstehender, ist im Modell mit einem unelastischeren AA bei Erstverdienern zu rechnen, wie es ja auch die zitierte Studie impliziert.

      Löst man nun aber das Splitting auf und tritt der bislang nichtverdienende Ehegatte eine bezahlte Tätigkeit an, so steigt zwar für den bisherigen Erstverdiener der persönliche ES, gleichzeitig sinkt aber auch der DB, was einen höheren Anteil fallender Abschnitte an der Gesamtkurve zur Folge hat. Ergo entstünde die Kombination einer tendenziell zunehmenden Elastizität bei gleichzeitig steigendem ES, was ein insgesamt fallendes AA beim Erstverdiener zur Folge hätte.

      Man kann über dieses Modell (und seine Prämissen) natürlich streiten, ich hoffe, es ist wenigstens in groben Zügen nachvollziehbar. Interessant finde ich, daß es einerseits die empirischen Ergebnisse bzgl. des Arbeitsangebotes des Erstverdieners bestätigt, gleichzeitig aber die Vorteilhaftigkeit einer Beseitigung des Ehegattensplittings (abhängig von den Variablen AL, DB und ES) nicht notwendigerweise bestätigt – ich habe das Modell übrigens nicht daraufhin entworfen (heiliges Indianerehrenwort).

      Zwei Punkte wären mir hier aber wichtig:

      1) Wie bereits angedeutet, erfordert jede Debatte über die Effizient der Besteuerung in meinen Augen ein sauberes detailliertes Modell.
      2) Ich bin mir nicht sicher, ob eine solche Modellierung in den Kommentaren zu einem Blog (noch dazu slightly OT) zu leisten ist, weswegen ich auch nicht weiß, ob dieser Rahmen notwendigerweise hilfreich für solche Themen ist (auch, wenn ich sie durchaus interessant finde), so daß die Debatten (bitte nicht persönlich nehmen) diesbezüglich nicht das Niveau erreichen, das sie verdient hätten (Zeit- und Energiemangel meinerseits kämen auch noch hinzu).

      Ich hoffe, daß meine Position insgesamt verständlich wurde. Die Modellierung der Anreizsituation der Unternehmen darfst Du gern übernehmen… ;-)

    • kantoos schreibt:

      @ jopa

      Danke für Dein Modell, muss ich nochmal durchdenken. Steuerexperte war keine Ironie, heiliges Indianerehrenwort! :) Nein, im Ernst, Du scheinst Dich gut auszukennen.

      Was Deine zwei Anmerkungen angeht: ich teile beide. Allerdings ist der Blog ein Medium, um die Fragen zumindest bis zu einem gewissen Grad zu diskutieren. Das Niveau-Problem ist das gleiche wie bei Makro, oder Bildungspolitik. Ich finde die Diskussionen trotzdem lohnenswert und habe schon viel gelernt.

      Aber ich bin gerade bei den Steuern hier auf dem Blog tiefer in die Forschung gegangen als bei anderen Themen, und die Verweise auf die Literatur bieten ja einen Weg, mehr darüber zu lesen und dann vielleicht, basierend darauf, die Diskussion zu vertiefen.

    • Rien Huizer schreibt:

      @ Kantoos e a

      Are you suggesting that the Irish gvt would have cut bondholders if not for German opposition? And that otherwise Germany would have challenged the Irish tax preferences? Never heard something to that effect before. And were the German investors individuals, pension funds, insurance companies, banks or public sector banks etc?

    • kantoos schreibt:

      @ Rien

      Yes, check over at „The Irish Economy“, they posted plenty of links on this in the past.

    • BB schreibt:
    • kantoos schreibt:

      @BB

      Danke für den Link!

    • Jopa schreibt:

      @ kantoos:

      Wie geschrieben: Bei meinem Beitrag von 00:37 fehlen wesentliche Teile, die beim Upload einfach entfallen sind. Bestünde eine Möglichkeit, den Beitrag zu vervollständigen oder zu ersetzen?

      [ist korrigiert, Kantoos]

    • kantoos schreibt:

      @ jopa

      Aber klar. Mir schien, bei Deinen Annahmen fehlen Operanden, aber ich habe mir die mal gedacht, so wie Du sie Dir vielleicht gedacht hast. Check your email.

  3. cm schreibt:

    @Rayson
    Bezüglich der Buiter-Lösung der Abspaltung von good banks: „Wenn ich das so lese, stellt sich mir die Frage, warum man das nicht so gemacht hat. ….
    Gibt es vielleicht – wie üblich – rechtliche Hindernisse, die man als zuerst ökonomisch denkender Mensch gerne zu übersehen tendiert?“

    Buiter, damals übrigens noch kein Bank-Volkswirt schrieb m.W. zum ersten Mal in seinem alten FT-Blog (http://blogs.ft.com/maverecon/2009/02/insuring-toxic-assets-throwing-good-tax-payers-money-after-bad-private-money/) anläßlich der Royal Bank of Scotland Krise. In GB, so er damals, seien die rechtlichen Voraussetzungen zur Abspaltung durchaus gegeben.
    „Why do governments invariably prefer insuring toxic assets or even the ‘bad bank’ solution, where the government (possibly jointly with the private sector) purchases the toxic assets outright, to the ‘good bank’ solution? The reason is explained in a famous book straddling economics and political science, by Mancur Olson, The Logic of Collective Action: Public Goods and the Theory of Groups, first published in 1965. In the book, Olson develops a theory of concentrated benefits versus diffuse costs. In a democratic society, a limited number of economic agents, each with much to gain from a policy or regulation that is socially inefficient, will generally prevail over a much large number of opponents, each of whom may not stand to lose very much individually, even though the aggregate loss of the losers exceeds the aggregate gain of the winners.“
    Die volkswirtschaftlichen Kosten der vielen sind halt die Gewinne der wenigen. Mit seinem Bezug auf die HRE-Aktionäre hat Rayson ja im Grunde diese Antwort selbst gegeben.

  4. American Viewer schreibt:

    Buiter’s Maverecon war mein favorite Wirtschaftsblog. Man hat dort so viel gelernt, hatte so viele Einblicke. Ich glaube erst jetzt, zwei Jahre später, habe ich ein substitute gefunden.

    Interessant auch zu sehen, das sich absolut nichts geändert hat. Merkel und Sarkozy haben nicht wirklich etwas sinnvolles gemacht in den zwei Jahren. Obama übrigens auch nicht. Eure Presse schiebt das jetzt alles auf die GOP ab, aber das ist mal wieder bias pur. Obama hatte zwei Jahre Zeit ohne GOP. Da ist er auch keinen Schritt vorwärts gekommen. Erst wurden Banken rekapitalisiert, dann macht man Bankenabgaben und jetzt rekapitalisiert man sie wieder. Aktuell mischt er wieder seine Steuererhöhungrhetorik für Superreiche mit ein. Als würde das irgendetwas helfen. Symbolpolitik für den Wähler. Volksverdummung.

  5. Friedrich Bolle schreibt:

    @Rayson:

    So unterschiedlich Volkswirtschaften in Europa sind, so unterschiedlich sollten doch auch Steuersätze ausfallen können.

    Ist die heutige Volkswirtschaft Irlands, bezogen auf das GDP, so unterschiedlich von der in .de, .fr etc ?

    • Rayson schreibt:

      @Friedrich Bolle

      Zunächst mal glaube ich, dass das GDP (du meinst wahrscheinlich das pro Kopf) allein nicht hinreichend ist, um die Struktur einer Volkswirtschaft abzubilden. Aber mein eigentlicher Punkt ist ein anderer (deswegen schrieb ich auch „können“): Wenn wir die Prämisse einmal akzeptiert haben, also dass unterschiedliche Situationen unterschiedliche Steuersätze sinnvoll machen, haben wir nur noch die Wahl, ob das quasi kraft höherer Einsicht „von oben“ festgelegt wird, oder von der Ebene, die es auch betrifft. Irland z.B. ist ein demokratischer Staat. Sollten die Iren daher nicht selbst bestimmen können, was sie als für sich angemessen ansehen („fiskalische Äquivalenz“) ? Wenn die mit weniger Staatsleistungen zufrieden sind oder lieber eine höhere Verschuldung in Kauf nehmen – warum sollte man ihnen etwas anderes aufzwingen dürfen? Natürlich vorausgesetzt, eine u.U. fällige Staatspleite müssten nicht andere Staaten ausbügeln, was ja z.Zt. Teil des Problems ist.

  6. matt_us schreibt:

    Kantoos, Dir ist bekannt dass der deutsche Staat 2010 Bad Banks von rund 240 Mrd Euro finanzierte, um die Immobilienschrottanleihen (made in the USA) von HRE und West LB sind da zu finden.

    Das ist der wirkliche Verlust fuer den deutschen Steuerzahler natuerlich. 10% des deutschen BIPs von 2010. Genug um jedem Deutschen mal 3.000 Euro Cash in den Geldbeutel zu legen. Dann haette man auch 240 Mrd zusaetzliche Staatschulden gehabt. Denn wieviel wird man davon zurueckbekommen? Hier ist meine Vermutung, gar nichts! Das hat man dem deutschen Steuerzahler nur noch nicht gesagt. Man tut noch so als waeren die Dinger noch was wert.

    Damit sind die deutschen Verluste mal locker 6 mal so hoch wie sie die SZ angibt. Aber dem deutschen Zeitungsleser werden hier irgendwelche Phantasiezahlen vorgespielt. Ist ja alles nicht so schlimm.

    Aber Du willst ja noch mehr davon, den Banken durch Zwangskapitalisierung es weiter zustecken, von unseren Steuergeldern – nur damit man Griechenland Pleite gehen lassen kann. Es reicht Kantoos, die Banken sollen sich ihre Verluste selber finanzieren, oder, falls sie das nicht koennen, werden sie verstaatlicht, reformiert, abgewickelt.

    Die Leute haben es satt sich hier von den Bankstern und Hedgefundsgaunern sich was vorspielen zu lassen. Die Leute die es gemerkt haben, auf alle Faelle.

    • kantoos schreibt:

      @ matt

      Die Zahlen der SZ basieren auf Eurostat, die versuchen, die Verluste herauszurechnen. Es können noch mehr dazu kommen, falls die von Dir zitierten 240 Mrd. komplett ausfallen. Wenn nicht, wird es weniger. Es ist schwer zu bewerten, wie hoch die Risiken sind, die noch in Staatsbüchern schlummern. Aber mir scheint, wenn sich dort Verluste ergeben, wie gerade bei der HRE, dann tauchen die dort auf.

    • rubycon schreibt:

      Risikomanagement bei den Landesbanken nachschlagen
      z.B. Bay. Landesbank oder HSH-Nordbank : FSB-Berichte

      http://www.hsh-nordbank.de/media/pdf/investorrelations/geschaeftsber/2011_3/fsbberichte_1/h1_2011_fsb_bericht.pdf?
      Die beschäftigen inzwischen die Produkt-Verkäufer !

    • BB schreibt:

      Im Mai gab es von der Bundesregierung Antworten auf schriftliche Fragen von Ottmar Schreiner, denen zu entnehmen war, dass die HRE-Bad Bank zwischen September 2010 und Mai 2011 ihren Forderungsbestand von 173 auf 167 Mrd. Euro verringert hatte, also um 6 Mrd. Euro. Ebenfalls im Mai stand auf Spiegel Online, dass die Abwicklung der HRE-“Wert“papiere bis Dezember 2010 bereits drei Milliarden an Verlusten eingebracht habe. M.a.W.: Für jeden Euro der – an wen auch immer – losgewordenen Papiere muss es im Schnitt eine Abschreibung von deutlich über 50 Cent gegeben haben.

      Dazu passt in etwa die Erwartung des BMF zu den Schuldenstandwirkungen der Finanzmarktkrise, siehe BMF-Monatsbericht vom August 2011, S. 80-81. Darin heißt es: „Die Abschmelzung der übertragenen Portfolios [der Abwicklungsanstalten] führt zu einer Reduktion des Schuldenstandes in gleicher Höhe, und es ist davon auszugehen, dass der Gesamteffekt der Finanzmarktkrise auf die Schuldenstandquote von 13,5% des BIP im Jahr 2010 auf 6,6% im Jahr 2015 sinkt.“ Das hieße auch, dass deutlich mehr als die Hälfte auf Kosten der öffentlichen Haushalte abzuschreiben wären (hier nicht vergessen, dass die verwendete Bezugsgröße BIP – zumindest nach Erwartung der BR – 2015 ein gutes Stück höher ausfällt als 2010.)

    • kantoos schreibt:

      @ BB

      Danke für die Informationen.

  7. Rien Huizer schreibt:

    @ Kantoos,

    Right, but one needs a legal framework (gvt, paraliment and all that nonsense) And Buiter’s approach may not work under UER conditions.

  8. cangrande schreibt:

    Was für mich bei der HRE-Rettung völlig unverständlich war ist die Geheimniskrämerei um die Verlustquellen. Es gab damals Anhaltspunkte, dass es (auch?) um „Sicherungsderivate“ (wohl: CDS) ging. Aber die Mitglieder des damit befassten Bundestagsausschusses hatten absolute Schweigepflicht.
    Stellt sich die Frage, ob da ein Versagen der Aufsicht unter den Tisch gekehrt werden sollte? Anscheinend hatten alle Parteien auf die eine oder andere Weise Dreck am Stecken.

    Die einschlägigen Meldungen hatte ich seinerzeit verlinkt und zu entwirren versucht:
    - HRE Enteignungsdiskussion: Ministerpräsident Oettinger gegen christliche Goldfinger? (http://beltwild.blogspot.com/2009/02/hre-enteignungsdiskussion.html) und
    - Guten Morgen ihr Nachtwächter! Oppositionsparteien fordern endlich Untersuchungsausschuss für HRE-Desaster. (Und warum nicht für Regulierungsdebakel?) (http://beltwild.blogspot.com/2009/03/guten-morgen-ihr-nachtwachter.html)

    Ganz allgemein zum Thema Bankenrettung ist vielleicht die Rede „The Swedish Experience“ (http://www.riksbank.se/templates/speech.aspx?id=1722) interessant, die der schwedische Reichsbankpräsident 1997 auf einem Symposium der Fed (! – die hat aber natürlich nichts von der schwedischen Erfahrung, bei der es ja ebenfalls um einen überhitzten Immobilienmarkt ging, gelernt!) gehalten hat.
    Schweden hat gemacht was Kantoos (zu Recht) auch für uns fordert:
    „Sweden did not just bail out its financial institutions by having the government take over the bad debts. It extracted pounds of flesh from bank shareholders before writing checks. Banks had to write down losses and issue warrants to the government.“
    (Aus: „Stopping a Financial Crisis, the Swedish Way“ N. Y. Times, 22.9.2008 – http://www.nytimes.com/2008/09/23/business/worldbusiness/23krona.html)

  9. jmg schreibt:

    Die Banken machen massiv Front gegen die Rekapitalisierung. An vordester Front Josef Ackermann. In einem „Brandbrief“ an Schäuble machen sie der deutschen Regierung unmissverständlich klar, wie die Sache zu laufen/nicht zu laufen hat.
    „Unterschrieben haben den Brief alle fünf Verbandschefs der privaten Banken, Landesbanken, Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Pfandbriefbanken.“
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/top-banker-schreiben-brandbrief-an-schaeuble/4750848.html

    Einige Auszüge:
    - Die Kernkapitalquote von 9 Prozent, die die EBA für den „Blitz-Stresstest“ fordert, ist den Banken viel zu hoch.
    - „Staatliche Eingriffe in Eigentümerrechte sollten auch im Interesse der Regierungen vermieden werden, rät der Branchenverband.“
    Also, wenn überhaupt Hilfe, dann aber ohne Beteiligung des Staates und ohne die Chance, dass der Steuerzahler von späteren Kursgewinnen profitiert.
    - „Die Deutsche Bank wird alles tun, um eine Zwangskapitalisierung zu vermeiden“, so Ackermann.
    - Politiker aus der CDU zeigten Verständnis für die Kritik Ackermanns.
    - Auch Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis kritisiert die von Barroso am Mittwoch vorgestellten Pläne scharf.
    - Auf welcher rechtlichen Grundlage der Staat frisches Kapital in die Banken pumpen kann, ist noch völlig offen. Banker haben hinter den Kulissen bereits juristische Schritte signalisiert, da es anders als bei den Rettungsaktionen 2008 keine Notlage für die Geldhäuser gebe.

    Wie hat es der italienische Finanzminister Tremonti vor kurzem formuliert:
    Europa ist mit dem Schicksal verabredet. Es sei wie auf der Titanic: nicht einmal die Passagiere der Ersten Klasse würden gerettet.

    Aber: „Immer wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her“

    Chefvolkswirt der DZ-Bank
    „Schuldenkrise ist Ende 2011 endgültig gelöst“
    Der Chefvolkswirt der DZ-Bank Stefan Bielmeier hält die jüngste Börsenrallye für nachhaltig. Schon in diesem Jahr könnte die Schuldenkrise gelöst sein.
    http://www.welt.de/finanzen/article13658998/Schuldenkrise-ist-Ende-2011-endgueltig-geloest.html

    Das Verbreitungsgebiet von dummen Bankern scheint mit nicht nur auf die Region Düsseldorf begrenzt zu sein.

    • kantoos schreibt:

      Ja, von Ackermann habe ich gelesen, ist natürlich keine Überraschung und er ist Vertreter der Aktionäre, das kann er schon machen, das stört mich nicht. Allerdings erwarte ich von der Presse in Deutschland, dass sie deutlich macht, dass dort jemand einzig und allein im Interesse der Deutschen Bank-Aktionäre redet, die nicht verwässert werden wollen. Statt dessen schreibt Schieritz: rettet die Staaten, nicht die Banken.

      Meine einzige Hoffnung ist die FAZ, ganz ehrlich.

    • Rien Huizer schreibt:

      @ Kantoos

      The position of DB (or bank management generally) is basically: current regulations give me the choice to either shrink the bank or raise capital (and more in the future due to Basle III). Shrinking assets if done at a large scale, may have similar contractionary effects as gvt policy. So maybe the gvt does not like it. But the gvt has no legal basis to force bank management to choose capital increase (and in this market there is not enough private supply of capital). So the simple message from the bankers is:

      „pay us to be good citizens“ , because we are not subject to compulsory service regulations.

      And „payment“ could be in a variety of ways: cheap capital (or a substitute) without dilution of private shareholders and without control. For instance what the Australian gvt did by granting a very cheap gvt guarantee to all foreign creditors of the banking system (and still doe-free- to private depositirs up to A$ i million). Or removal of restrictions, tax concessions, etc. But, German banking is highly fragmented and Deutsche shrinking its balance sheet may not have much effect macro-wise. Or it might shrink its assets abroad, for instance in Italy.

      But then again, I guess DB does have more choice than its domestic peers:

      The two real problems in Germany (in relation to souvereign risk) are probably Commerz (much less room to shrink overseas) and Nypovereins (owned by an Italian bank that probably would prefer to shrink in Germany. And there the gvt may have to take some action.

      Maybe DB is simply trying to differentiate itself: good for market share and good for the stock price. And Mr Ackermann can afford the chicken game more than his peers..

  10. Friedrich Bolle schreibt:

    Was die Banker betrifft, da sollte man u:U. einmal Ihr “ Sicherheitsgefühl “ in Relation zum Anstieg des Kokaingehalt des Rheinwassers unterhalb des Bankenzentrums von Frankfurt sehen. Das dürfte m:E. ein sehr guter Indikator dafür sein, wie die Banker selbst die Situation einschätzen.
    In UK die gleiche Situation:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/alkohol-und-kokain-in-london-banker-im-drogenrausch-1.1161141

  11. Dietmar Tischer schreibt:

    @ Kantoos

    >Noch besser wäre es, man würde auch die Anleihenbesitzer mit beteiligen, falls eine Rekapitalisierung zu teuer wird, wie offenbar in Deutschland<

    Ich bin auch dafür.

    Aber es wird nicht dazu kommen, weil

    i) in diesem Land nichts zu teuer ist, wenn man nur will, dass es geschieht

    und

    ii) es schon happig wäre für Millionen Menschen, die Kapitallebensversicherungen haben. Sie würden sich enteignet fühlen, was politisch gefährlich wäre. Denn in D gibt es etwa 90 Mrd. solcher Versicherungen. Die Gelder müssen der Regulierung entsprechend zum allergrößten Teil in Anleihen anleget werden und davon sind Bankanleihen ein erheblicher Teil.

    Die Regierung wird hier nichts anbrennen lassen. Das hat sie schon zur Zeit der Großen Koalition nicht als Steinbrück gerade wegen dieses Sachverhalts mit dafür gesorgt hat, dass die Dresdner Bank wie beabsichtigt der Cobank – damals schwer angeschlagen – zugeschustert wurde und damit die Allianz mit ihrem Versicherungsgeschäft entlastet war.

    Im Zusammenhang mit dieser Maßnahme, aber nicht nur deshalb, hat der Staat die neue Cobank rekapitalisiert.

    • kantoos schreibt:

      @ DT

      Ich weiß, es wird nicht passieren aus den von Dir genannten Gründen. Allerdings muss man festhalten: die meisten Rentner, die Kapitallebensversicherungen haben, gehören zur reicheren Hälfte unserer Gesellschaft…

    • Rayson schreibt:

      Allerdings muss man festhalten: die meisten Rentner, die Kapitallebensversicherungen haben, gehören zur reicheren Hälfte unserer Gesellschaft…

      Und das ist jetzt eine Rechtfertigung für was? Wer sein Geld in Kapitallebensversicherungen einer allgemeinen Empfehlung folgend investiert hat, kann wohl kaum etwas für die Vorschriften, wie diese Gelder angelegt werden.

      Das gilt ja nicht nur für Rentner, sondern für alle, die da bislang Anwartschaften angesammelt haben.

      Ok, wenn es die trifft, dann ist das eben eine zwangsläufige Folge, aber ich würde mich doch sehr dagegen wehren, über eine aus Sicht dieser Betroffenen eher schicksalhafte Folge hinaus nach irgendwelchen anderen Rechtfertigungskriterien zu suchen. Diese Menschen sind letztlich genau so getäuscht worden wie viele andere auch, und es gibt keinen moralisch ableitbaren Grund, warum es sie trifft und keine anderen.

    • kantoos schreibt:

      @ Rayson

      Dein Argument kann man aber auch umdrehen: es gibt auch keinen besonderen Grund, Rentner zu schonen. Denn irgendwer muss die Zeche zahlen, und wenn ich Steuerzahler gegen Rentner und Investoren stelle, dann ist mir lieber (und marktwirtschaftlich richtiger), dass zweitere die Verluste tragen. Die armen Rentner ist kein Argument, insbesondere kein soziales, weil das untere Drittel der Gesellschaft überhaupt kein Vermögen besitzt.

    • Michael Snowe schreibt:

      @kantoos
      @Dietmar Tischer

      Ob es tatsächlich alles so reiche Rentner sind? Wenn wir uns die Kampagne der Versicherungswirtschaft anschauen gegen die staatliche Rente zu opponieren und die angeblich so privaten guten Riesterrente zu bewerben, dann dürfte der Anteil der “ armen Rentner “ mit einer Kapitallebensversicherungen nicht so gering sein.

      Aber es herrscht wohl immer noch die Auffassung vor “ privat “ ist effizienter als staatlich.

  12. Econsim schreibt:

    Sehr schöner Artikel, ich habe ihn auch mal in meinem Forum gepostet. Gestern hatte der Bankensprecher bei Maybritt Illner einen schweren Stand, es gab von allen Seiten mächtig auf die Kappe. Das macht Mut, und schürt hoffentlich nicht zu Unrecht die Hoffnung, dass sich eine volkswirtschaftsfreundliche Bankenpolilitik in den Regierungen durchsetzt. Aber solange Ackermann seine Parties noch bei Merkel feiert, sieht es schlecht aus.

  13. matt_us schreibt:

    @Rien Huizer
    „But the gvt has no legal basis to force bank management to choose capital increase (and in this market there is not enough private supply of capital).“

    Wenn Ackermann seinen Schrott an irgenwen anders verkauft, heisst das nicht, dass hier die Realwirtschaft irgendwie betroffen wuerde. Die Bilanz der Deutschen Bank wuerde schrumpfen, richtig, aber die Bilanz der, die den Schrott gekauft haben, steigen.

    Rien, die Regulierungsbehoerden sollen bestimmen, wieviel Eigenkapital gut ist. Wir (EZB) pumpen all das Geld in die Maerkte, mit einer quasi Null Zins Politik, aber die Banken wollen es lieber an die Hedgefunds verleihen, die sich dann CDS kaufen, die auf die Pleite der Banken wetten.

    Die Hedgefunds wollen nicht Aktien kaufen. Sowas interessiert die generell nicht. Die wollen Leerverkauefe machen, nicht langfristig investieren. Aktien in den Keller fahren, da sind die dran interessiert. Und die machen Leerverkauefe auf die Banken und die Staaten, die ihnen das Geld dazu leihen.

    In so einer verrueckten Situation kommt es zu der gegenwaertigen Krise. Eine systemimmanente Kettenreaktion.Und dann wundert man sich, wieso es zu sowas kommt.

    Da sollte man mal aufraeumen. CDS und andere Leerverkaeufe – und der ganze Derivate Stuss muessen verboten werden. Ueberall in der EU. Und sofort eine vernuenftige Finanztransaktionsteuer her. Dann kommt man auch mit weniger Kapital aus. Wenn man CDS nicht einschraenkt, muss halt mal 25% Eigenkapital her. Mindestens. Und da kann der Ackermann seine Bank um 90% schrumpfen lassen, bis seine Bank so klein ist, dass er an EK Anforderungen von 25% herankommt.

    So frech wie die sich auffuehren, (Verstoss gegen das Grundgesetz, PRivateigentum, bla bla,) wenn demokratisch legitimierte Institutionen fordern das Eigenkapital zu vergroessern, um die Fiannzstabilitaet zu sichern. da hilft nur eins – die ganzen Banken verstaatlichen. (Wenn sie eine hohe Eigenkapitalquote nicht erfuellen koennen, natuerlich)

    • Rien Huizer schreibt:

      Matt, Of course there are many ways for DB to shrink. And selling „Schrott may well be the most efficient way to shrink. But not necessarily, there is probably not much of a market and then it is better to not sell but simply reduce commitments and not renew loans and investments.

  14. Dietmar Tischer schreibt:

    @ Rayson, Kantoos, Michael Snowe

    Rayson, ich stimme Ihnen zu.

    Man muss in dem hier vorliegenden Fall der Bankenrettung nach PRINZIPIEN handeln und die Konsequenzen, auch verteilungspolitische in Kauf nehmen. Es wäre meiner Ansicht nach falsch andersherum zu verfahren, weil dann – an der Verteilungspolitik festgemacht – Lösungen herauskommen könnten, die nicht problembezogen sind.

    M. Snowe:

    An Ihrer Feststellung ist etwas dran, wie überhaupt in der gesamten Verteilungsdiskussion, soweit ich sie überblicke, zu wenig beachtet wird, dass die Vermögenden nicht mehr nur die Reichen sind. Deutscher hat dazu Erhellendes vorgelegt und geschrieben.

    Kantoos:

    Ihre ursprüngliche Feststellung, dass die „meisten Rentner, die Kapitallebensversicherungen haben, gehören zur reicheren Hälfte der Gesellschaft“ mag zwar richtig, sollte aber aus dem Grund, den ich oben genannt habe, irrelevant sein. Aus obigem Grund sollte es nicht darum gehen, was mir oder Ihnen lieber ist.

    • Michael Snowe schreibt:

      @Dietmar Tischer

      An Ihrer Feststellung ist etwas dran, wie überhaupt in der gesamten Verteilungsdiskussion, soweit ich sie überblicke, zu wenig beachtet wird, dass die Vermögenden nicht mehr nur die Reichen sind. Deutscher hat dazu Erhellendes vorgelegt und geschrieben.

      Es wäre nett, wenn Sie die Veröffentlichung von Deutscher ? zitieren könnten.

      Danke

  15. cangrande schreibt:

    Der jw-Artikel vom 12.10.2011 „Island nach dem Crash“ (http://www.jungewelt.de/2011/10-12/018.php) von Andreas Wehr erinnert daran, dass die Isländer ihre Banken nicht gerettet haben.

    Die „junge Welt“ und ihr Autor sind zwar nicht gerade Protagonisten einer weltanschaulichen Neutralität (hier z. B. schon daran erkennbar, dass Wehr über Island neutral berichtet: „soziale Leistungen [wurden] gestrichen“, dagegen über Griechenland mit – falschen – Schuldzuweisungen operiert: „Die ihnen dabei [von der Troika] auferlegten Programme führen zu unerträglichen Kürzungen bei Renten, Löhnen und Sozialleistungen.“). Das Schlusskapitel „EU-Protektorat“ muss man also mit Vorsicht anfassen.

    Aber im sachlichen Gerüst dürfte der Bericht zutreffen. Und weil die Mainstream-Medien lieber jeder neuen Sau nachjagen, die irgendein Regierungs- EU- oder Banken-Fuzzi durchs Dorf treibt, anstatt die Welt mit etwas Abstand und im Rückblick („Wie war das eigentlich?“ bzw. „Was ist eigentlich daraus geworden“) zu betrachten, ist man halt manchmal auf solche Quellen angewiesen.

    Im Übrigen berührte hier in der bisherigen Leserdebatte der kurze Austausch von Rien Huizer und matt_us die Kernfragen, die man sich m. E. stellen müsste:
    - Warum sollen wir „für die Realwirtschaft“ partout die Kapitalausstattung der Banken aufrecht erhalten, wenn diese ihr derzeit vorhandenes Kapital doch offenkundig großenteils dort gar nicht unterbringen können (sondern im Derivatehandel, mit Ausleihungen an Hedgefonds usw. ihr Geld verdienen müssen).
    - Polstern wir jetzt mit einer Bankenrekapitalisierung nicht nur wieder die Kasinokasse?
    - Würde es nicht reichen, und wie könnte man es ggf. erreichen, das schon vorhandene Kapital vollständig „an die Arbeit“ zu bringen?
    - Was bedeutet die gewaltige Geldschöpfung der Notenbanken in den letzten Jahrzehnten in diesem Zusammenhang?

    Vielleicht wäre es doch besser, die Banken in die Pleite zu schicken, wie u. a. der FDP-MdB Frank Schäffler im ökonomischen Teil seines FAZ-Standpunkts „EU-Superstaatsgründung aus Angst vor Crash?“ (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/standpunkt-eu-superstaatsgruendung-aus-angst-vor-crash-11187542.html, 14.09.11) vorgeschlagen hat?

  16. Alex schreibt:

    Der Vorschlag leuchtet mir nicht ein. Zumindest bei den normalen Geschäftsbanken wird das nicht funktionieren:

    Bankbilanz
    Aktiva: 120
    davon sicher : 60
    davon Schrott: 60

    Passiva: 100
    = im Wesentlichen Sparereinlagen (!)

    Will man nun das Kundenprogramm weiterführen, müssen eben irgendwoher neue Aktiva kommen und die entstehen nicht durch einen Anteilstausch. Also muss Eigenkapital in die neue Bank und das kann nur vom Staat kommen, wenn man es nicht so dämlich macht wie nach 2008, diesmal wenigstens gegen Anteile. Nur, wenn ich die Anteile als Staat eh schieße, dann gönne ich den Altaktionären doch nicht die 60 Schrott für nichts. Vielleicht kommt da in der Folge noch Geld.

  17. Dietmar Tischer schreibt:

    @ Michael Snower

    Sorry, Deutscher ist falsch.

    Es geht um Prof. Deutschmann.

    Hier ist ein wie ich finde interessanter Aufsatz von ihm:

    http://www.mpifg.de/pu/mpifg_ja/Levi_4-08_Deutschmann.pdf

    • Michael Snowe schreibt:

      @Dietmar Snower

      Hezlichen Dank. Anmerkungen von mir im Laufe der Woche

    • Michael Snowe schreibt:

      @Dietmar Tischer

      sorry für @Dietmar Snower

      a Freudian slip :-)
      so symbiotisch sind wir noch nicht :-) :-) :-)

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