Die Polemiker sind los. Leider.

Nach meinem eigenen, kritischen Eintrag zum Aufruf der 189 Ökonomen, sehe ich nun, dass Mark Schieritz und Thomas Fricke von ZEIT und FTD ihrem inneren Polemiker nicht widerstehen können. Und das finde ich schade denn genau diese Grabenkämpfe sind es, wie ich schon oft geschrieben habe, die Deutschland weitgehend von der modernen VWL abschotten.

Mark rechnet vor, warum eine Behauptung in dem Aufruf nicht der gängigen Rechenart entspricht, und daher vermutlich selbst polemisch ist. Fair enough. Aber seine Schlussfolgerung ist:

Womit sich dieser Aufruf disqualifiziert hat.

Bitte? Als wäre diese Zahl der Kerninhalt des Aufrufs. Ich bin selbst kritisch (wenn auch aus anderen Gründen), will hier also nicht den Aufruf verteidigen. Aber Marks “Schlussfolgerung” klingt eher nach jemandem, der sich mit den Argumenten nicht auseinandersetzen will, sondern eine Schwachstelle sucht und damit alles zu Unsinn erklärt. So muss man leider auch sein “Update” lesen, wo er Thomas’ Polemik zitiert und sich daran erfreut. Eigentlich untypisch für ihn.

Beißende Polemik ist bekanntermaßen nicht untypisch für Thomas Fricke von der FTD, der in seinem Beitrag den Aufruf der Ökonomen nicht weiter diskutiert, sondern statt dessen einen Aufruf der selben Ökonomen von 2005 auseinander nimmt, nach dem Motto: damals habt ihr etwas falsches gesagt, habt die Finanzkrise nicht kommen sehen, ergo seid ihr auch heute unqualifiziert. Argumentativ nicht so richtig stark.

Thomas schreibt zum Beispiel:

Da polterten die Professoren mit Verweis auf angebliche Wissenschaftlichkeit, dass Nachfragepolitik ja des Teufels sei. Eine Aussage, die spätestens seit der Finanzkrise, gemessen am heutigen Konsens unter international führenden Ökonomen und nach diversen erfolgreichen Konjunkturprogrammen von Frau Merkel ziemlich peinlich klingt.

Vielleicht haben die Professoren nicht allgemein von Nachfragepolitik gesprochen, sondern eher von Deutschland in der Situation 2005? Zudem meinten sie wohl nicht, dass Nachfragepolitik im Allgemeinen des Teufels ist, sondern fiskalische Nachfragepolitik, und damit, Herr Fricke, befanden sich diese Ökonomen durchaus im Konsens “international führender Ökonomen”, denn alle Makromodelle räumten der fiskalischen Nachfragepolitik bestenfalls eine Nebenrolle ein und legten den Fokus auf monetäre Nachfragepolitik. Ob zu Recht, ist eine andere Frage. Ich meine: ja, wenn man fähige Zentralbanken hätte. Haben wir nur leider nicht.

Er schreibt weiter:

Da hieß es noch großspurig, dass Deutschland ohne (weitere) “drastische und schmerzhafte Reformen” nicht aus der Krise kommen werde. Was ebenso Quatsch ist, da es seitdem eigentlich keine besonders drastischen Reformschübe mehr gab, die den Anspruch hätten erfüllen können – und die Krise jetzt trotzdem längst vorüber ist und es immer neue Tiefstände bei der Arbeitslosigkeit gibt (komisch, was?).

Die Tiefstände der Arbeitslosigkeit haben wohl viele Väter, unter anderem Schröders drastische und schmerzhafte Agenda 2010, die 2005 sicher noch nicht als gefestigt angesehen werden konnte (vielleicht deshalb der Aufruf?). Und die seit 2005 weiter laufende Lohnzurückhaltung würde ich durchaus als “schmerzhaft” bezeichnen, wenn auch nicht als “Reform”. Ein Grund des Aufschwungs wird sie aber sein.

Das wichtigste aber ist das: Wie ich in diesem Eintrag ausgeführt habe, liegt die Stärke Deutschlands nach der großen Krise vor allem darin, dass die EZB unfreiwillig eine Geldpolitik betrieben hat, welche die gesamtwirtschaftliche Nachfrage in Deutschland auf Kurs gehalten hat. Das hat keine andere Zentralbank während der Krise getan, weder in UK, noch in den USA, auch nicht in Schweden. Zudem wird erwartet, dass die EZB in Zukunft eine zu lockere Geldpolitik für Deutschland wird machen müssen. Und Erwartungen zukünftiger Geldpolitik sind der Haupttransmissionsweg der Geldpolitik. Kombiniert man dies mit (upward) sticky wages, kommt ein veritabler Aufschwung dabei heraus. Das alles konnte 2005 niemand vorhersehen, daher finde ich es etwas schwach, den Ökonomen von 2005 diese außerordentlichen Entwicklungen bis heute vorzuhalten. Und das counterfactual ohne Finanz- und Eurokrise kennt kein Mensch, weder Thomas noch “international führende Ökonomen”.

Thomas sieht allgemein immer wieder den “internationalen Konsens” auf seiner Seite:

Damals behaupteten die Professoren auch noch, dass es falsch sei zu sagen, in einer Stagnation dürfe man sich nicht kaputtsparen – was mittlerweile (und international schon damals) ebenfalls zum wissenschaftlichen Konsens international zählt.

Darüber herrscht nun wirklich kein Konsens, noch nicht mal in einer Nachfragekrise wie der momentanen. Schon gar nicht über die Situation, in der sich Deutschland 2005 befand, denn es ist fraglich, ob das ein Nachfrageproblem war.

Mir fehlt langsam die Lust, noch weiter zu machen, auch wenn Thomas’ Polemik noch weitergeht und den Gipfel an der Stelle erreicht, die Mark als “köstlich” bezeichnet. Seufz.

Wenn die deutschen Zeitungen und Ökonomen sich in Polemik ergehen wollen, von mir aus. Weiter bringt uns das alles nicht. Oder muss man Leuten wir Schieritz und Fricke auch mal etwas Polemik gönnen für die Kämpfe, die sie wohl seit Jahren mit dogmatischen Ökonomen in Deutschland führen müssen?

Die besten Artikel zu Guttenberg

Eigentlich wollte ich mich garnicht zu Guttenberg äußern, aber da ich damit schon vor kurzem gebrochen habe, mache ich einfach weiter.

Erst mit der Zeit ist mir aufgefallen, was für ein gefundenes Fressen die Plagiataffäre um Guttenberg für die deutschen Feuilletons (und Kommentatoren ganz allgemein) ist. Genau wie die Ballack-Frage in der Nationalmannschaft der Traum eines jeden Sportjournalisten ist, freuen sich die Feuilletonisten darüber, wie viele Facetten diese Affäre bietet, die sich entsprechend diskutieren lassen und wie sehr es ihre Leserschaft bewegt. Und in der Tat, die Autoren laufen zur Hochform auf.

Hier eine (unvollständige) Übersicht der in meinen Augen lesenswertesten Artikel zu Guttenberg im weiteren Sinne. Viel Spaß bei der Sonntagslektüre.

Der Herr des Verfahrens von Gustav Seibt (SZ)

Die Regeln des Staates stehen uns, seinen eigentlichen Inhabern, zur freien Verfügung, unser Geschwätz von gestern braucht uns im Zweifelsfall nicht zu kümmern, sofern die Notwendigkeit einer höheren Staatsräson neue Richtlinien erzwingt. … Durchgehend in dieser fatalen Tradition ist die Entformalisierung der Staatsräson, mit der auch Grundregeln des Anstands zur Disposition gestellt werden. Prinzipien müssen, so hatte es der darin immerhin ehrliche Metternich gesagt, drehbare Geschütze sein. … Wer meinte, dass der Konservative, dieser Zweitgeborene der Revolution, ein Vertreter von festen Grundsätzen sei, hat also zu kurz gedacht. …

Und es ist schon toll, dass wir nun, zehn Jahre nach Casimir, Kanther und Kohl, schon wieder ein Virtuosenstück dieser gummiartig beweglichen und zugleich wetterfest tannenhaften aristokratischen Prinzipienstärke anstaunen dürfen.

Entlassen von Berthold Kohler (FAZ)

In dieser Affäre stand – eine Dissertation ist ohne fremde Hilfe anzufertigen – kein anderer zur Verfügung, der schlechter Zuarbeit beschuldigt, in den Ruhestand geschickt oder suspendiert werden konnte. Um sein Amt zu retten, hat Guttenberg diesmal seinen eigenen Doktor entlassen. … Aber auch diese beschauliche Welt, [in der Werte wie Redlichkeit, Verlässlichkeit und überhaupt der „gesunde Menschenverstand“ eine zentrale Rolle spielen], braucht einen, der sich um die kleinen Leute und die großen Fragen kümmert und alles zum Guten richtet, bis nach Afghanistan. Das wird seit langem niemandem mehr so sehr zugetraut wie Guttenberg. … Wohl wahr: Ein Monarch braucht keinen Doktortitel. Auch den bunten Blättern reicht das Adelsprädikat.

Noch aber ist Deutschland eine Republik, und noch ist ein Plagiat Diebstahl geistigen Eigentums. Die Kanzlerin mag aus naheliegenden Gründen über Letzteres hinweggehen, wenigstens nach außen hin. Den Schaden im Kosmos der bürgerlichen Werte, den die Operation zur Rettung des gestrauchelten Bannerträgers nach sich zieht, kann aber auch Frau Merkel unmöglich übersehen.

Der leere Schein der Wissenschaft von Thomas Steinfeld (SZ)

Ein Wissenschaftler, der etwas zu sagen hat, hält daher die Zahl der Fußnoten so knapp wie gerade eben nötig. Anders ist es, wenn schon die Zahl der Fußnoten selbst als wissenschaftliche Errungenschaft gelten soll: Denn darin offenbart sich nicht nur eine Beflissenheit gegenüber dem Forschungsstand (oder dem Stand des akademischen und publizistischen Geredes), die einem selbständigen wissenschaftlichen Urteil nur schlecht ansteht, sondern auch eine beträchtliche Ignoranz gegenüber dem Zweck von Fußnoten. Anders gesagt: Im universitären Betrieb irgendwie mitmachen zu dürfen, aus ganz und gar nicht wissenschaftlichen Gründen – das ist der Sinn der zu einem eigenen, selbstbewusst auftretenden Ausdruck von Wissenschaftlichkeit verkommenen Protzerei mit den Quisquilien der akademischen Arbeit.

Gleiches gilt für den Umfang einer Dissertation: Das Volumen einer Dissertation dokumentiert nur, dass einer viel zu sagen hat, nicht dass er etwas zu sagen hat. Es beweist nichts, was eines Beweises würdig wäre.

Ein deutscher Superstar von Ulrich Schmid (NZZ)

Zwei Szenarien sind denkbar. Das erste: Die Dauerschelte der Elite erodiert den Widerstand des Volkes … der Baron muss gehen. Das zweite: Die Dauerschelte der Elite enerviert das Volk so sehr, dass es Guttenberg erst recht stützt. … Das erste Szenario wäre eine wahrhafte Läuterung, Beweis dafür, dass Anstand und bürgerliche Moral in der Politik noch etwas gelten. Das zweite legte nahe, dass dieses Land noch immer verführbar ist, dass gutes Aussehen und etwas Schneid genügen, um sich eine solide Anhängerschaft zu sichern. Von Guttenberg geht keine Gefahr aus, er vertritt demokratische Positionen … Doch die Unverfrorenheit, mit der hier ein Politiker jeglicher Moral entsagt, hat auch etwas Extremes. Das ist beunruhigend.

 

PS: Nur in der ZEIT habe ich außer einem enttäuschend schwachen Kommentar von Di Lorenzo nicht viel gefunden. Vielleicht aber ist nicht alles online verfügbar. Irgendwelche Vorschläge?

HT und Dank an Perlentaucher.de für die schönen Übersichten “Heute in den Feuilletons”.

Guttenbergs “Entschuldigung” und die polit-ökonomische Frage des Rücktritts

Eigentlich wollte ich mich nicht zu Guttenberg und seiner Promotion äußern. Aber sein Verhalten heute im Bundestag kann man so nicht stehen lassen.

Ich denke, für jeden im Wissenschaftsbetrieb ist eines völlig klar: die Art und Weise des Abschreibens zeigt ein vorsätzliches Plagiat, ohne jeden Zweifel. Wer Stellen nur leicht verfälscht und sie in einen flüssigen Text versucht einzubauen (sogar in der Einleitung!), der will nicht zitieren, der will unbemerkt kopieren. Und auch die Häufung von überflüssigen Füll- und Bindewörtern zeigt den krampfhaften Versuch, Dinge zu verknüpfen, die sich schwer verknüpfen lassen. Thomas Steinfeld von der SZ hat dies unnachahmlich analysiert und auseinander genommen:

Diese Versatzstücke aber müssen ineinandergefügt, zumindest zum Schein zu einem fortlaufenden Text montiert werden. Das aber geschieht mit Bindewörtern wie “demzufolge” oder “folglich”, mit Floskeln des Übergangs wie “ein weiterer Punkt:”, “Von Interesse ist zunächst die generelle Frage:” oder, ganz frech: “Szenenwechsel”.

Ob Guttenberg es selbst war oder sein ghostwriter, lässt sich wohl nie klären. Meine Vermutung ist eher: er selbst. Damit finde ich auch seine “Entschuldigung” von heute völlig wertlos. Seine Überforderung kann ich verstehen, aber eine wirkliche Entschuldigung ist keines seiner statements gewesen, so lange er den wichtigsten Punkt, den Vorsatz, leugnet.

Wer ist nun dieser Guttenberg? Als nicht in Deutschland lebender habe ich mit einiger Verwunderung den Aufstieg dieses Politikers verfolgt, allerdings nur sporadisch. Das was ich gesehen und gelesen habe war für mich aber wenig überzeugend, sondern schlicht die Äußerungen eines um große Gesten des “Verantwortung übernehmens” und des “klar ansprechens” bedachten Opportunisten. Ein Politiker, der eine Marktlücke gefunden hat und in seiner Person die Sehnsüchte der Menschen vereint. Clever, mehr nicht.

Immer wieder wurde mir vorgehalten, dass ich ihm da unrecht tue. Aber seine Äußerungen heute im Bundestag bestätigten dies voll und ganz. Und dass er aus freien Stücken seine halbgare Entschuldigung heute vorgebracht hat, wie er tut, glaubt wohl kein Mensch. Die Steigerung seiner Schuldeingeständnisse von “abstrus” bis “gravierende Fehler” zeugen ebenfalls nicht davon.

Die polit-ökonomische Frage, die ich mir bei geforderten Rücktritten immer stelle, ist: warum befördert und fordert der Politikbetrieb (und die Öffentlichkeit) immer eine derart harte Auslese? Warum wird in einem Land, dem es an GEZ-Prellern, Schwarzfahrern und Steuerhinterziehern nicht mangelt, jeder Politiker auch für kleine Verfehlungen zum Rücktritt getrieben (Guttenbergs Verfehlung halte ich für relativ groß)? Trifft man damit wirklich die richtige Auslese, ist dies also polit-ökonomisch ein optimales Verhalten?

Ich hatte diesbezüglich immer meine Zweifel. Denn eine Verfehlung ist noch kein ausreichendes signal über die Kompetenz und Fähigkeit als Politiker. Manchmal muss man vielleicht sogar sagen: im Gegenteil. Denn Politik ist bisweilen wohl ein schmutziges Geschäft, auch wenn ich über keine Insiderkenntnisse verfüge. Bleibt uns als Ökonomen also nur die Erkenntnis, dass der Medienzirkus nach Storys und Opfern sucht, nach Skandalen?

Falls Ihr dazu polit-ökonomische Arbeiten kennt, würde ich mich über einen Link in den Kommentaren freuen.

PS: Was Steinfeld noch schreibt, ist eine Kritik am Wissenschaftsbetrieb im Allgemeinen, die mir auch zu denken gab:

Und wenn man Peter Häberle, dem Doktorvater des Verteidigungsministers, nicht vorwerfen kann, all die Werke nicht zu kennen, die sein Kandidat benutzte, … so wird ihm doch vorzuhalten sein, kein Augenmerk gehabt zu haben für den Duktus von Gegenstand, Urteil und Schluss, für die Entwicklung der Argumente und für die leeren Floskeln mehr oder minder willkürlich aneinandergereihter Passagen. Oder sollte es so sein, dass der bloße Schein von Wissenschaft, die leere Suggestion akademischer Arbeit nicht nur in dieser Dissertation den Stand der akademischen Arbeit markiert? Sollten der vom Kitt der Füllwörter hervorgebrachte Schein argumentativer Konsistenz, die Suggestion von Plausibilität, also der Anschein von Wissenschaft an vielen Institutionen, an vielen Universitäten so selbstverständlich sein, dass sie nicht mehr auffallen?

Der ganze Artikel ist sehr lesenswert.

PPS: Weitere gute Artikel zum Thema stammen aus der FAZ und dem Verfassungsblog.

HT: Stefan Beyer

Rebecca Wilder on Eurozone monetary policy and German inflation

Rebecca Wilder has an excellent post over at Angry Bear that criticizes and extends my discussion of Germany’s nominal GDP and Eurozone monetary policy. So first of all: Thanks, Rebecca.

Let me remark on a few points that Rebecca raised.

Whether or not the historical data supports an effective nominal GDP target is trivial compared to the suggestion that the ECB will tolerate a pickup in German nominal GDP going forward. Wage pressures and lower unemployment will lead higher nominal GDP, but will likely increase German inflation as well; this will set the stage for tighter, rather than accommodative, ECB policy. Although Kantoos did acquiesce that the ECB doesn’t officially target nominal GDP, he didn’t, in my view, give this simple fact enough face time.

I never (at least not intentionally) suggested that the ECB will disregard a pickup in German nominal GDP growth. I am afraid that it will take German inflation into account way too much and continue its inadequate monetary policy. But she is right that I did not give this problem enough face time, so here it goes:

German nominal wage growth over the past decade and a half has been below 2% annually, but this is likely to end as unemployment falls and German unions will demand higher wages. However, the transition to a steeper path of wages and prices will take some time. How long that will take cannot be estimated with any degree of confidence, I am afraid. For Europe’s sake, let’s hope it will take a while.

What worries me more is that the ECB (and politicians in Germany and Europe) seem to misunderstand the difference between headline and core inflation (see Krugman and the Everyday Economist for some pointed and correct criticisms). So regardless of German core inflation (that’s the one that should matter, if at all), the ECB might come under pressure to tighten policy even if German wage increases are moderate.

To discuss a second issue Rebecca raised, should German inflation (read: wage growth) increase? I am reluctant to employ the international economics framework (that everyone except me seems to employ) in which Germany is very competitive and other countries have to depreciate in real terms in order to export. First of all, “international competitiveness” is a dangerous and economically misleading concept: wages need to be “competitive” in terms of clearing the labor market, even in a closed economy. So regardless of the alleged German competitiveness, wages in the periphery have to decline. That the ECB is not helping here, in fact, letting aggregate demand fall almost 10% below trend without any inflation in sight whatsoever, is outrageous and should be the focus of massive criticism from economists all over Europe. Instead, most economists in Europe think that the ECB policy is highly expansionary. I would challenge anyone to show me a single proof for this claim which is not listed under “common errors” in macroeconomic textbooks for undergraduates.

The second reason why I don’t like the international framework is that current account imbalances are difficult to explain, and when economists try they tend to get schizophrenic. The current account deficit of the US was seen by many as a sign of competitiveness of the US economy as the US attracted investments from all over the world. The current account surplus of Germany on the other hand is supposedly also a sign of German compeititveness. Huh? A much more plausible line of reasoning is that Germany’s lack thereof is one root of its large capital exports. And Germany gains competitiveness in the sense of market clearing wages, it will start to attract investment from within and possibly see lower saving, too, leading to a decline in its current account surplus.

Here is a graph my guest blogger Henry Kaspar showed in this post (in German, though):

The left panel shows investment by sector, the right panel savings (Gesamtwirtschaft = total, Haushalte = households, Unternehmen = firms, Staat = government), in percent of national income. That doesn’t look very “competitive” to me.

But probably I put too little weight on international arguments and that an adjustment in the real exchange rate is indeed called for (maybe an international macro expert like Nick Rowe can help me out here?). In my view, though, this adjustment will be a by-product of a necessary internal adjustment to find competitive, that is, market clearing wage levels. The direction of current account deficits and surpluses will mainly be determined by relative productiviy of capital and the propensity to save.

Overall, I expect German wages to increase by more than what we are used to, but still by less than what Germany’s future nominal GDP path would suggest, leading to even more competitiveness in terms of market clearing levels, but reduced (!) current account surplus. The only “hope” I have in terms of ECB tightening is that the debt crisis in the periphery will get so bad that the ECB just cannot tighten – regardless of German core inflation – without sending even more European countries (Belgium, Italy) over the edge. Needless to say, I would much prefer if the ECB reconsidered its inflation target anyway in favor of a more aggregate demand related target. But now I am drifting into some economic parallel universe…

PhD Programme in VWL – der Master als Lösung?

Greg Mankiw diskutiert auf seinem Blog das Papier “Completion Rates and Time-to-Degree in Economics PhD Programs” von Stock, Siegfried und Finegan. Er betont dabei, dass hohe Abbrecherquoten und lange Promotionszeiten nicht schon per se ein Problem darstellen, sondern bei gegebenem instiutionellen Rahmen eine optimale Entscheidung darstellen können.

Wichtiger aber ist sein Vorschlag, ein PhD Programm in Zukunft auf einen Master aufbauend starten zu lassen:

The question we face as designers of educational programs is how to structure them in light of the longer times that PhDs take and the fact that some students who start these programs may rationally choose not to complete them. The answer may be to divide current PhD programs into two chunks. The first chunk would be a two-year master’s degree focused on taking advanced courses. The second chunk—appropriate for only a subset of master’s students—would be a research degree culminating in the PhD.

Many programs in effect already do that. But the master’s degree is too often viewed as a consolation prize for a PhD dropout. Perhaps we should instead encourage people to view the master’s degree in economics as a fully respectable terminal degree. Moreover, having finished a master’s degree, PhD candidates would be treated as professionals—more like the most junior faculty and less like the most senior students.

Many students leave college wanting to learn a bit more economics. But a PhD may be more than they want or need for their careers. An expansion of master’s programs in U.S. economics departments may offer many students the stepping stone they need.

Ich denke, damit hat er vollkommen Recht: nicht jeder, der nach dem Bachelor noch mehr in VWL lernen will, muss einen PhD absolvieren. Und in Europa ist diese Form des Programms auch eher anzutreffen. Mein Problem ist nur, ob ein Masterprogramm auch “applied” genug ist, um die Form des Lernens zu ermöglichen, die Studenten in einem solchen Programm suchen. Damit meine ich nicht “weniger technisch”, sondern schlicht mehr policy orientiert, mit einem gewissen Fokus auf ökonomischer Intuition und Kommunkation – etwas, das im PhD in VWL vielleicht zu kurz kommt.

Mein Verdacht wäre, dass ein Master nur ein abgespecktes PhD Curriculum wird, das sich dann für die Studenten mit weniger-als-PhD Ambitionen nicht eignet. Was sind die Erfahrungen in Europa mit einem Master in Economics? Und in Deutschland?

Der Mythos der Wettbewerbsfähigkeit

In der Presse und öffentlichen Debatten hat sich ein merkantilistischer Ton eingeschlichen, der den Wettbewerb zwischen Unternehmen auf Länder überträgt: wir müssen wettbewerbsfähig gegenüber China sein, wir müssen mehr exportieren als importieren, nicht alle in Europa können Löhne senken, weil Wettbewerb ist ja ein Nullsummenspiel, usw.

Leider ist dies alles ökonomischer Unsinn, und ich war sehr froh, in der Süddeutschen Zeitung einen deutlichen Kommentar in diese Richtung von Moritz Koch zu finden (für den unwahrscheinlichen Fall, dass Moritz dies hier liest: Danke dafür!).

Ganz im Gegensatz zu Mark Schieritz, der nach seinem letzten sehr merkwürdigen Satz über Geldpolitik und Inflation jetzt im Herdentrieb noch einen drauf setzt:

Der gesamte Pakt basiert auf der Philosophie, Wettbewerbsfähigkeit sei ein genuines Ziel der Wirtschaftspolitik, was schon deshalb nicht sein kann, weil nicht alle zugleich wettbewerbsfähiger werden können. Wettbewerbsfähigkeit ist ein relativer Begriff und wenn jeder die Löhne um zehn Prozent kürzt, hat niemand etwas gewonnen.

Oh boy…

Zunächst mal muss in jedem Land (eine ausreichende gesamtwirtschaftliche Nachfrage vorausgesetzt) die Lohnstruktur “wettbewerbsfähig” in dem Sinne sein, dass der Arbeitsmarkt geräumt ist. Denn auch der Arbeitsmarkt ist ein Markt, auch wenn das einige gerne vergessen. Ist ja auch eine unbequeme Wahrheit. Niedriger als markträumend sollte es natürlich nicht sein. Dennoch bedeutet markträumend für mich “wettbewerbsfähig” – und hat mit dem Ausland zunächst mal nichts zu tun. In welche Richtung sich dann der Außenhandel bewegt, ist viel mehr eine Frage der Sparneigung der Bevölkerung und der Investitionsmöglichkeiten in den verschiedenen Ländern.

Wenn nun Deutschland in Europa wettbewerbsfähiger als andere in diesem Sinne ist, dann bedeutet dies, dass auch andere Länder ihre Löhne auf ein wettbewerbliches Maß bringen müssen. Das ist nicht schön, und nicht populär, aber leider wahr. Das ist übrigens kein “race-to-the-bottom”, wie oft zu hören ist. Denn obwohl Deutschland angeblich ja unterwegs dahin ist, zum “bottom”, zeigt sich, dass bei markträumenden Löhnen der Senkungsspielraum der Firmen sehr begrenzt ist. Die Arbeitnehmer fordern zu Recht angemessene Lohnerhöhungen. Ein markträumender Lohn, mit starken aber vernünftigen Gewerkschaften wie in Deutschland, ist die ideale Voraussetzung für Wohlstand und soziale Gerechtigkeit in einem Land.

Wettbewerb ist dann auch keineswegs ein Nullsummenspiel: alle Länder Europas könnten “wettbewerbsfähig” in meinem Sinne sein, und würden sich dadurch alle höheren Wachstums, niedrigerer Arbeitslosigkeit und in Zukunft vermutlich auch höheren Wohlstands erfreuen. Eine Politik, die Wettbewerbsfähigkeit verhindern will, ist zutiefst unsozial und definitiv nicht “links”, unabhängig davon, was selbsternannte Linke behaupten.

Und wenn man vermeiden will, dass Menschen wenig verdienen, dann muss man dafür sorgen, dass eine skandalöse Integrations- und Bildungspolitik wie sie in Deutschland betrieben wurde und teilweise noch wird beendet wird. Denn der Aufbau von Humankapital ist der beste Weg, höhere Löhne zu gewährleisten, das zeigen uns die Skandinavier jedes Jahr aufs Neue. Hohe Mindestlöhne, höhere Löhne im Allgemeinen und ähnliches ist immer nur der ungeeignete Versuch, Symptome zu bekämpfen, deren tiefere Wurzeln anzupacken der Politik zu schwierig erscheint, und man daher Ablenkungskämpfe inszeniert, auf die leider insbesondere die Linken in Deutschland hereinfallen. Und Analysen wie Marks sind weiteres Wasser auf diese Mühlen. Einfach traurig sowas.

Dass die Länder der europäischen Peripherie dadurch in eine debt-deflation geraten können, bestreite ich übrigens keineswegs. Die Lösung ist aber nicht Wettbewerbsfähigkeit zu verhindern, sondern zu entschulden. Und eine angemessene Geldpolitik für die Eurozone zu fordern, gepaart mir einem radikalen Umgang mit Banken. Das wäre eine wirklich linke ökonomische Agenda.

PS: Dem könnte vielleicht auch Wolfgang Münchau zustimmen, der in der FT zurecht beschreibt, dass Pläne für eine europäische Wirtschaftsregierung die aktuellen Probleme kaum werden lösen können. Allerdings hat Wettbewerbsfähigkeit (so wie ich sie verstehe) nichts mit deutschem Hegemonialverhalten zu tun, wie er behauptet, sondern ist die Grundvoraussetzung für ein prosperierendes Europa, das sich seine Geldpolitik teilt.

Was ist für Mark Schieritz “monetary”?

Da schreibt Mark Schieritz im Herdentrieb einen schönen Beitrag über Geldmenge, Rohstoffspekulation und Inflation, zeigt einen interessanten Graphen – und endet dann mit dem Satz:

Merke: Inflation is never and nowhere a monetary phenomenon!

Bitte was?! Erstmal finde ich Sätze mit “merke” grundsätzlich nervig, und bei einem derart komplexen Thema erst Recht deplaziert. Aber auch inhaltlich: ist das sein Ernst? Dieses statement ist so falsch, dass ich mich frage, ob ich den Witz einfach nicht verstehe, Friedman hier einfach umzudrehen…

Inflation ist ein kompliziertes Thema, und auch auf die Gefahr skandalöser Vereinfachung unterscheide ich mal zwei Arten von “Inflation”:

  • Steigende Preise von Gütern wie Energie, Nahrungsmittel auf Grund hoher weltweiter Nachfrage oder ähnlichem
  • Steigendes allgemeines Preisniveau (damit meine ich, Löhne und Preise querbeet)

Ersteres ist nicht wirklich “Inflation” im makroökonomisch relevanten Sinne: wenn die Nachfrage nach Energie und anderen Grundstoffen steigt, weil sich 2,5 Mrd. Menschen in Ländern befinden, die zweistellig wachsen, dann sind dies neue Gleichgewichtspreise, keine Inflation. Und inwiefern Spekulation dahinter steckt, da bin ich mit Mark fast einer Meinung: erst wenn physisch Güter gelagert werden (in Tanks, Lagern oder im Boden), dann kann man von Spekulation sprechen, nicht aber beim reinen Handel mit Papieren. Und selbst wenn es Spekulation ist, ist das nicht per se etwas schlechtes. Aber das ist ein Thema für einen anderen Eintrag.

Zweiteres allerdings ist Inflation, hat aber, wie Mark richtig schreibt, mit Zentralbank-Geldmenge oder ähnlichem kurz- und mittelfristig nicht so viel zu tun: in einer Krise kann sich die Zentralbankgeldmenge ver-x-fachen, ohne Einfluss auf die Inflation zu nehmen, schließlich hat Geldschöpfung und Umlaufgeschwindigkeit auch ihren Beitrag zu leisten. Sein Graph beleuchtet den Geldschöpfungsaspekt ganz anschaulich.

Wie kommt es dann zu Inflation? Eine Sichtweise ist, dass es immer dann zu Inflation kommt, wenn sich die Wirtschaft an ihrem Maximum bewegt: dann kommt es zu Lohnerhöhungen, steigenden (Knappheits)Preisen und ähnlichem. Und da ist sicher etwas dran, gerade in relativ stabilen Verhältnissen, in denen wir in Europa und den USA in den letzten 25 Jahren gelebt haben, inflationsmäßig. Allerdings ist dies weder notwendig noch hinreichend um Inflation zu generieren.

Warum ist es nicht notwendig? Weil die Zentralbank ein gehöriges Wörtchen mitzureden hat; und insofern ist Inflation natürlich immer ein “monetary phenomenon“, wenn man “monetary (policy)” angemessen weit definiert (was man unbedingt tun sollte!). Ein Beispiel: sollte sich die Zentralbank entscheiden, ihr Inflationsziel von 2% auf 4% zu erhöhen, dauerhaft!, und dies mit allerlei geldpolitischen Maßnahmen untermauern, dann wird die Inflation anziehen, das ist sicher. Ob die Wirtschaft sich dabei in einer Talsohle befindet, oder nicht. Dankenswerterweise hat Franklin Roosevelt dies 1933 ausprobiert, so dass wir es untersuchen können: er hat gesagt, dass er das Preisniveau wieder auf Vorkrisenniveau heben will und hat diese Politik entsprechend untermauert mit dem de facto Aussetzen des Goldstandards – und das mitten in der schwersten Wirtschaftskrise der jüngeren Geschichte. Das Resultat: Inflation! Trotz der massivsten Unterauslastung der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte. Zugegeben, das ist ein Extremfall.

Ist es denn zumindest hinreichend? Nein. Denn trotz einer voll ausgelasteten Wirtschaft kann die Inflation durch Maßnahmen der Zentralbank im Zaum gehalten werden. Wenn die Zentralbank eine Art Preislevelziel-Strategie verfolgt, und jeder Ausschlag nach oben mit Ausschlägen nach unten korrigiert wird, dann wird auch im Falle einer Vollauslastung keine übermäßige Inflation zu erwarten sein. Lohn-Preis-Spiralen können und sollten verhindert werden. Natürlich ist die Glaubwürdigkeit der Zentralbank ein Kernelement in diesem Argument. Allerdings haben die Zentralbanken in den USA und Europa ein gewisses Maß an Glaubwürdigkeit erreicht, wenn auch in den USA auf schmerzhaftem Weg, das ausreichen sollte, die Inflation im Zaum zu halten. Die kurze inflationäre Phase vor 2008 scheint vielleicht dagegen zu sprechen, allerdings ist auch hier klar: ohne Geldpolitik (weit definiert) kann es keine kontinuierliche Inflation geben.

Mein Punkt ist der: eine ausreichend weit definierte Konzeption von Geldpolitik ist der Schlüssel zur Inflationsfrage. Denn eine solch weit definierte Geldpolitik ist notwendig und hinreichend für Inflation. Und in diesem Sinne ist Inflation der zweiten Ausprägung immer und überall ein montäres Phänomen. Von langfristiger Inflation ganz zu schweigen, aber darüber gibt es auch eigentlich keine zwei Meinungen.

Wie also sollte man Marks statement nun verstehen? Dass er “monetary” als “Zentralbankgeldmenge beeinflussen” übersetzt? Kämpft er also gegen eine uralt-monetaristische Denke? Ich vertraue Mark, dass das keine Windmühlen sind, gegen die er da kämpft. Und das wäre traurig. Für Deutschland, nicht für Mark. Allerdings weiß ich nicht, ob (falsche) Pauschalstatements wie Marks förderlich sind, diesen Unsinn zu beenden. Mir scheint, sie befeuern ihn noch.

PS: Marks Kritik an Steingarts Artikel teile ich, bis auf den Teil, wo Steingart anmahnt, dass die Verursacher der Krise nicht gerettet werden sollten, also Banken und andere. Gerade bezüglich der Lehmanpleite, wo sich ja die Ansicht verbreitet hat, die Nicht-Rettung sei in Fehler gewesen, ist Steingarts Hinweis wohltuend.

Inflation und Aktienkurse gehen manchmal Hand in Hand

In der amerikanischen Blogosphäre erregt ein Papier von David Glasner derzeit die Gemüter. Er untersucht die Korrelation zwischen Aktienkursen und Inflationserwartungen. Normalerweise sollte man davon ausgehen, dass die Korrelation niedrig ist: Inflation unter normalen Umständen hat wenig Auswirkungen auf die reale Wirtschaft, da die Zentralbank versucht, diese im Rahmen zu halten, und es erwartet wird, dass Ausschläge von ihr korrigiert werden. Dies ist nach seiner Analyse auch vor 2008 der Fall.

Was aber ist im Moment der Fall? In Situationen extremer Nachfrageschwäche, wie in den USA oder Europa, sollte man erwarten, dass Inflationserwartungen und Aktienkurse eine hohe Korrelation aufweisen: wenn Inflationserwartungen steigen zeigt dies, dass Geldpolitik expansiver wahrgenommen wird, die Leute weniger Geld werden halten wollen und die zukünftigen Wirtschaftsaussichten sich verbessern.

Den passenden Graphen hat Paul Krugman dazu geliefert. Man sieht deutlich wie stark Inflationserwartungen und Aktienkurse seit 2008 miteinander variieren. Ein deutliches Indiz dafür, dass wir es mit einem Nachfrageproblem zu tun haben und dass Inflationserwartungen der Hauptweg zur Lösung des Problems sind. Was ein Glück, dass QE2 genau in diese Richtung zu wirken scheint. War nicht Krugman skeptisch, ob QE2 funktionieren wird, weil die Japaner es ja angeblich versucht haben, ohne Erfolg?

PS: Glasners Papier beleuchtet vor allem den Fisher Effekt unter Deflation. Sein ganzes Papier finde ich interessant zu lesen. Neben Krugman diskutiert noch Scott Sumner, Matthew Yglesias, und Modeled Behavior das Papier. Falls es Euch interessiert.

HT: Matthew Yglesias

Bernanke sagt auch: QE2 hat gewirkt!

Ben Bernanke hat vor kurzem eine Rede beim National Press Club gehalten. Der für meinen Eintrag zu QE2 wichtigste Absatz ist dieser:

A wide range of market indicators supports the view that the Federal Reserve’s securities purchases have been effective at easing financial conditions. For example, since August, when we announced our policy of reinvesting maturing securities and signaled we were considering more purchases, equity prices have risen significantly, volatility in the equity market has fallen, corporate bond spreads have narrowed, and inflation compensation as measured in the market for inflation-indexed securities has risen from low to more normal levels. Yields on 5- to 10-year Treasury securities initially declined markedly as markets priced in prospective Fed purchases; these yields subsequently rose, however, as investors became more optimistic about economic growth and as traders scaled back their expectations of future securities purchases.

Genau!

PS: David Beckworth, von dem ich die Graphen in meinem QE2 Eintrag geliehen habe, schreibt ähnliches.

HT: Olaf Storbeck via Twitter

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